Eisenholz – Mesua ferrea

Das Eisenholz verdankt seine Bezeichnung der außergewöhnlichen Härte seines Holzes

Familie

Ceylon-Eisenholz gehört zur Familie der Clusiaceae (Johanniskrautgewächse).

Klassische Bezeichnungen

Nagakeshara, Keshara, Naga, Nagapushpa, Nagakinjalka, Kanchanavhaya, Champeya.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Iron wood tree, Mesua
  • Deu. – Eisenholz
  • Hindi -Nagakesar, Nagesar, Peela nagkesar, Nagachampa
  • Malayalam – Curuli, Eliponku, Nagappuvu, Nagacampakam, Nanku, Vayanavu
  • Marathi – Nagkesar, Nagchampa
  • Tamil – Nagapu, Nanku, Cheru

Botanische Beschreibung

Eisenholz ist ein mittelgrosser, immergrüner Baum. Seine Blätter sind lanzettlich, ledrig und in der Regel an der Unterseite mit einem wachsartigen Schleier bedeckt. Bei jungen Blättern ist die Wachsschicht rötlich.

Eisenholz Trockenprobe

Eisenholz Trockenprobe

Die Blüten sind groß, weiß und verströmen einen angenehmen Duft. Sie bilden sch vereinzelt oder in kleinen Gruppen von 2 bis 3 Blüten.

Die Früchte sind 2 bis 5cm lang und eiförmig. Die Samen sind dunkelbraun mit fleischigem Samenlappen und ölig.

Verbreitung

Im Himalaya von Nepal ostwärts über Nord-Ost Indien bis zu einer Höhe von 1500m.

Verwendete Teile

Verwendet werden Blüten, Öl, Rinde, Blätter, Knospen und Samen vom Eisenholz.

Eisenholz Indikationen und Wirkungen

Die Eisenholz Blüten wirken wärmend, schweißtreibend, beruhigend, windtreibend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, entwässernd, verstopfend, schleimlösend, magenstärkend, herzstärkend, blutstillend, antipyretisch und aphrodisierend. Sie sind hilfreich bei Asthma, Husten, Schluckauf, Lepra, Krätze, Juckreiz, Rachenentzündung, Erbrechen, Geschwüren, Durchfall, brennende Füße, Durst, Impotenz, Weißfleckenkrankheit, Harndrang, Blutsturz, Kopfschmerzen, Fieber und Herzschwäche.

Öl aus den Samen von Eisenholz wird bei Hauterkrankungen eingesetzt.

Die Eisenholz Rinde wird in Kombination mit Ingwer als schweißtreibendes Mittel verabreicht.

Die Blätter werden bei schwerwiegenden Erkältungen äußerlich auf den Kopf aufgebracht.

Das Fruchtgehäuse ist adstringierend und magenstärkend.

Chemische Bestandteile

Mammeisin (Samen), Mesuaferron-A, Mesuaferron-B, Mesuanik-Säure, Alpha- und Beta Amyrin, Beta-Sitosterol, Mesuol, Mesuaferrol, Leucoanthocyanidin, Mesuon, Mammeigin, Mesuagin, Mesuaxanthon-A, Mesuaxanthon-B, Euxanthon, Ferruol-A, Ferruol-B, Guttiferol, Ferrxanthon.

Pharmakologische Eigenschaften

Wurmtötend, entkrampfend, antimykotisch, antianaphylaktisch, antiasthmatisch, entzündungshemmend, juvenomimetisch und insektentötend. Ein Ethanol-Extrakt aus dem Eisenholzbaum, ausgenommen der Wurzel, zeigte antibakterielle Aktivität.

Toxikologie

In Tierversuchen wurde eine mittlere letale Dosis LD50 eines Eisenholzextraktes bei 500mg/kg intraperitoneal verabreicht (Einspritzung in den Bauchraum) nachgewiesen. Bei oraler Gabe konnte selbst bei 1600mg/kg keine Toxizität nachgewiesen werden.

Rezepturen

  • Lavanabhaskara churna
  • Brahmi vati
  • Shatamoolyadi lauha
  • Guduchyadi taila
  • Gandhaka rasayana
  • Brihachchhringarabhra rasa
  • Supari paka
  • Drakshasava, Babbularishta

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Myristica fragans, Calophyllum inophyllum und Cinnamomum wightii werden als Ersatz für Eisenholz verkauft.

Vermehrung und Kultivierung

Eisenholz benötigt eine Nährstoffreiche Erde mit guter Drainage. Die Vermehrung von Eisenholz erfolgt durch Samen.

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