Molukkenbohne – Caesalpinia bonduc

Die Molukkenbohne, Caesalpinia bonduc, wird in der Ayurveda insbesondere bei durch Parasiten verursachten Durchfallerkrankungen verabreicht.

Synonyme

Caesalpinia bonducella, Caesalpinia crista

Familie

Caesalpiniaceae (Johannisbrotgewächse)

Klassische Bezeichnungen

Putikaranja, Latakaranja, Kuberaksha, Kantakakaranja, Pootikaranja, Prakeerna, Prakeerya, Vitapakaranja.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Bonduc nut, Fever nut
  • Deu. – Molukkenbohne
  • Hindi – Kanja, Karanjua, Katkaranj,Kantikaranja, Kantkarej
  • Malayalam – Kalanchi, Kazhanchikkuru
  • Marathi – Gajaga, Sagargota
  • Arabisch – Kitmakit, Najiulbiladal

Botanische Beschreibung

Die Molukkenbohne ist ein großer Strauch mit gebogenen Dornen an den Zweigen. Die Blätter sind doppelt gefiedert (6 bis 11 Paare). Die Blüten sind gelb und wohlriechend.

Verbreitung

Die Molukkenbohne ist in ganz Indien bis zu einer Höhe von 1000m verbreitet.

Verwendete Teile

Verwendet werden die Blätter, die Wurzelrinde und die Samen der Molukkenbohne.

Molukkenbohne Indikationen und Wirkungen

Die Wurzelrinde der Molukkenbohne wirkt menstruationsbeschleunigend, antipyretisch, schleimlösend, wurmtreibend und magenstärkend. Sie wird bei Blähung, Verdauungsstörung und ausbleibender Regelblutung.

Die Blätter der Molukkenbohne sind antipyretisch, wurmtreibend und menstruationsbeschleunigend. Sie werden bei Fieber, ausbleibender Menstruation, Würmern, Milzbeschwerden, Leberbeschwerden und Rachenentzündung eingesetzt. Bei Leberbeschwerden werden ausschließlich junge Blätter eingesetzt.

Die Samen sind entzündungshemmend, wurmtreibend, fiebersenkend, magenstärkend, leberstärkend, schleimlösend und allgemein stärkend. Sie dienen zur Behandlung von Entzündungen, Husten, Asthma, Hautkrankheiten, Hämorrhoiden, Leberbeschwerden, Koliken, Milzbeschwerden, Diabetes, periodischem Fieber, Durchfall, Verdauungsstörung, Weißfleckenkrankheit und Gelenkschmerzen.

Das Öl der Samen wird verwendet um Sommersprossen im Gesicht zu mildern.

Dosierung: Samenpulver 1 bis 3mg, Wurzelpulver bis zu 2,5mg, Presssaft aus den Blättern bis zu 25ml.

Chemische Bestandteile

Bonducin, Phytosterinin, Fettsäuren, Caesalpin, Citrullin.

Pharmakologische Eigenschaften

Antiviral, entzündungshemmend, pilzhemmend, fruchtbarkeitsmindernd, östrogenhemmend.

Studien

In einer klinischen Studie wurde Patienten mit schleimigen und blutigen Durchfall, begleitet von Darmkoliken, 2mg der Molukkenbohnen – Caesalpinia bonduc – Samen dreimal täglich verabreicht. Nach 15 Tagen zeigten alle Patienten keine Beschwerden mehr. Zuvor vorhandene Entamoeba histolytica konnten nicht mehr nachgewiesen werden.

Rezepturen

  • Shakra vati
  • Pramehamihira taila
  • Misrakasneha

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Derris indica wird oft als Ersatz für die Molukkenbohne – Caesalpinia bonduc – eingesetzt. Caesalpinia bonduc (Putikaranja) wird oft mit Pongamia pinnata (Karanja) verwechselt.

Vermehrung und Kultivierung

Die Vermehrung der Molukkenbohne erfolt durch Samen.

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