Danti – Baliospermum montanum

Danti ist sehr hilfreich bei Wassersucht, Verstopfung und Blähungen. Studien beweisen eine krebshemmende Wirkung.

Familie

Danti, Baliospermum montanum, gehört zur Familie der Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse), Unterfamilie Crotonoideae

Danti Synonym: Baliospermum axillare

Klassische Bezeichnungen

Danti, Nikumbha, Udumbaraparni, Shighra, Erandaphala, Laghudanti, Vishalya, Shyenaghanta, Varahangi, Ghunapriya, Makoolaka, Pratyakashreni.

Landestypische Bezeichnungen

  • Hindi – Danti, Choti danti, Tamba
  • Malayalam – Nagandanti, Danti
  • Marathi – Laghudanti, Dantra
  • Tamil – Nagadanti, Niradimuttu
  • Arabisch – Habbussala

Botanische Beschreibung

Danti ist ein kleiner Strauch der bis zu 2 m Wuchshöhe erreicht. Die oberen Blätter sind lanzettlich schmal. Die unteren Blätter sind groß und eiförmig.

Verbreitung

Danti ist bis zu einer Höhe von 1000m in ganz Indien heimisch. Im Nord-Osten Indiens ist Danti jedoch kaum noch zu finden. In dieser Region zählt die Pflanze lokal zu den vom Aussterben bedrohten Arten.

Verwendete Teile

Verwendet werden die Wurzel, die Blätter und die Samen der Pflanze.

Danti Indikationen und Wirkungen

Die Wurzel wirkt thermogenetisch, abführend, entzündungshemmend, beruhigend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, entwässernd, schweißtreibend, antipyretisch und tonisch. Vereinzelt wird über Hautreizungen nach der Einnahme berichtet.

Die Wurzel wird bei Hautwassersucht, Wassersucht, Blähungen, Verstopfung, Gelbsucht, Hämorrhoiden, Hautkrankheiten, Lepra, Harndrang, Blasensteinen, Wunden, Blutarmut, Weißfleckenkrankheit und Fieber.

Die Blätter wirken abführend. Sie werden genauso wie die Wurzel bei Wassersucht eingesetzt. Darüber hinaus sind sie hilfreich bei Asthma und Bronchitis.

Danti (Baliospermum montanum) Samen wirken sehr stark abführend und können ebenfalls zu Hautreizungen führen. Überdosierung von Baliospermum montanum Samen wirkt narkotisch. Sie werden eingesetzt zur Behandlung von Entzündungen und Blähungen.

Danti wird auch erfolgreich zur Behandlung von Unterleibskrebs eingesetzt. Der Milchsaft der Pflanze hilft äußerlich bei Glieder- und Gelenksschmerzen.

Chemische Bestandteile

Montanin, Baliospermin, 12-Deoxyphorbol-13-Palmitat, 12-deoxy-5ß-Hydroxyphorbol-13-Myristat, Axillarische Säure (Samen).

Pharmakologische Eigenschaften

Nachgewiesen ist eine antileukämische, antiasthmatische, hypotensive, abführende und krebshemmende Wirkung von Baliospermum montanum.

Toxikologie

Danti kann Hautreizungen hervorrufen. Eine Überdosierung der Samen stellt ein narkotisches Gift dar.

Rezepturen

  • Dantyasava
  • Yakritpleehari lauha
  • Abhayarishta
  • Kumaryasava
  • Arshakuthara rasa
  • Danti haritaki
  • Chandraprabha vati
  • Dantyarishta
  • Dantyadi churna

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

In den meisten Bezirken Indiens wird Danti gemeinsam mit Croton tiglium und Jatropha curcas als Jamalgota bezeichnet. Die als Dantimul bezeichnete Wurzel von Baliospermum montanum wird oft als Ersatz für Croton tiglium eingesetzt.

Vermehrung und Kultivierung

Baliospermum montanum bevorzugt einen schattigen Standort. Die Fortpflanzung erfolt über Wurzeltriebe.

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