Apamarga – Achyranthes aspera

Apamarga, Achyranthes aspera, wird hauptsächlich zur Behandlung von Fettleibigkeit und zur Blutreinigung eingesetzt. Die Pflanzenasche nutzt man bei Asthma, Bronchitis und Husten ein.

Synonyme

Achyranthes argentea, Achyranthes canescens, Achyranthes grandifolia, Cyathula prostrata.

Familie

Achyranthes Aspera ist eine Pflanze aus der Familie der Amaranthaceae (Fuchsschwanzgewächse).

Klassische Bezeichnungen

Apamarga, Apaamaarga, Apamargah, Chirchitaa, Durgraha, Shikhari, Shaikharika, Adahshalya, Mayura, Mayuraka, Markati, Kharamanjari, Kharapushpaa, Kharamanjari, Pratyakpushpaa, Pratyakpushpa, Aaghaat, Aghata, Vashira, Kinihi, Kanihi.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Prickly Chaff Flower
  • Hindi – Circita, Chirchita, Chichada, Chirachiri, Cicimda, Latajira
  • Malayalam – Katalati,Vankatalati, Valiyakatalati
  • Marathi – Aghad
  • Tamil – Katalati, Nayuruvi, Chirukadaladi

Botanische Beschreibung von Apamarga

Apamarga – Achyranthes aspera – ist eine mehrjährige, bis zu einem Meter hohe, aufrechte, teilweise verholzende Pflanze. Die Stengel sind vierkantig. Die Blätter sind oval bis eiförmig, 5 bis 22 cm lang, 1,5 bis 8 cm breit und glatt bis seidig behaart. Die Blüten sind zwittrig mit bis zu 6 cm langen Blütenstiel. Die Blütenfarbe ist grünlich weiß. Die Samen sind rötlich braun.

Verbreitung

Apamarga ist im tropischen und subtropischen Gebiet Indiens, bis zu einer Höhe von 2100 Metern, verbreitet.

Verwendete Teile

In der Ayurveda wird die ganze Pflanze verwendet.

Indikationen und Wirkungen

In der Ayurveda wird Apamarga – Achyranthes aspera – als bitter, wärmend, schleimlösend, verdauungsfördernd, ableitend, abführend, magenstärkend, wurmtreibend, blutreinigend, entwässernd, lithotriptisch, schweißtreibend, entzündungshemmend, lindernd und rote Blutkörperchen vermehrend beschrieben. Die Pflanze wird als hilfreich bei Husten, Asthma, Bronchitis, Fettleibigkeit, Blähung, Bauchwassersucht, Harnzwang, Nieren- und Blasensteine, Anämie, Herzleiden, allgemeiner Schwäche, Kolik, schmerzhafter Entzündung, Furunkel, Hämorrhoiden, Juckreiz und Erkrankung der Augen beschrieben.

Die Blüten von Apamarga werden mit Zucker gemahlen bei Menorrhagie und Lungenentzündung verabreicht. Ein Presssaft aus der Pflanze und Pflanzenasche wird zur Behandlung von blutigen Hämorrhoiden verwendet. Ein Basenpulver aus der Pflanze dient zur Herstellung der ayurvedischen Medizin Kshaarasutra, die zur Behandlung von Analfisteln eingesetzt wird.

Die Wurzel wird als astringent und blutstillend beschrieben. Sie ist hilfreich bei Gallenleiden und wird zur Blutreinigung verwendet. Die mazerierte Wurzel wird zur Schmerzlinderung nach einem Skorpionsstich eingesetzt.

Dosierung in der Ayurveda

Presssaft: 10 – 20 ml

Wurzelpulver: 3 – 10 g

Samen: 3 g

Wasserauszug aus der Pflanzenasche: 0,5 – 2 g

Dekokt aus der Pflanze: 20 – 30 g Pflanze zur Bereitung eines Dekokts

Chemische Bestandteile

Achyranthin, Betain, Ecdysteron, Ecdyson, Inokosteron, Oleanolsäure, Hentriacontan, Achyranthes-Saponin A, Achyranthes-Saponin B, Achyranthes-Saponin C, Achyranthes-Saponin D.

Pharmakologische Eigenschaften

Die Alkaloide Achyranthin und Betain erweitern die Blutgefässe und senken Blutdruck und Herzschlagrate. Die in den Apamarga-Samen enthaltenen Saponine wirken herzstimulierend. Weiter konnte man pharmakologisch entwässernde, krampflösende, hypoglykämische, abtreibende, hypotonische, abführende Eigenschaften nachweisen.

Toxikologie

Ein Benzolauszug der Pflanze zeigt abtreibende Wirkung. Achyranthes aspera darf dementsprechend nichtwährend einer Schwangerschaft angewendet werden.

Die mittlere letale Dosis eines wäßrigen Wurzelextraktes (1 ml entspricht 2 g Wurzelpulver), in Rattenversuchen, lag bei 7,16/kg i.v. (intravenös verabreicht). Als Todesursache wird Lungenversagen beschrieben.

Rezepturen

  • Apamargakshara taila
  • Apamarga taila
  • Apamargadi vati
  • Agnimukha rasa

Vermehrung und Kultivierung

Apamarga – Achyranthes aspera – bevorzugt einen schattischen Standort. Die Pflanze toleriert keinen Wasserentzug. Die Vermehrung erfolgt durch Samen.

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