Bleiwurz – Plumbago zeylanica

Bleiwurz, Plumbago zeylanica, wird in der Ayurveda zur Behandlung von verschiedensten Beschwerden eingesetzt. Das in Plumbago zeylanica enthaltene Plumbagin ist hilfreich bei der Behandlung von Warzen.

Familie

Plumbaginaceae (Bleiwurzgewächse)

Bleiwurz Klassische Bezeichnungen

Chitraka, Agni, Pathi, Analanama, Vyala, Ushana.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Ceylon leadwort, White flowered leadwort
  • Deu. – Ceylon Bleiwurz
  • Hindi – Chita, Chitrak, Chitra
  • Mal. – Thumpo koduveli, Vellakoduveli
  • Urdu – Cheetah

Bleiwurz Botanische Beschreibung

Bleiwurz

Bleiwurz

Der Bleiwurz ist ein mehrjähriger, bis zu 1,20 m hoher Busch. Blätter wechselständig, eiförmig und unbehaart. Die blüten sind weiss und sitzen an einem bis zu 30 cm langen Stengel.

Verwendete Teile

Vom Bleiwurz wird die Wurzel und die Wurzelrinde verwendet.

Bleiwurz Indikationen und Wirkungen

Wurzel und Wurzelrinde des Bleiwurz sind bitter, wurmtreibend, windtreibend, magenstärkend, umstimmend und darmsanierend. Eingesetzt werden sie bei Durchfall, Entzündungen, Hämorrhoiden, Weißfleckenkrankheit, Bronchitis, Juckreiz, Lebererkrankungen, Bauchwassersucht und Erschöpfung.

Die Wurzel wird bevorzugt bei Rheuma, Kehlkopfentzündung, Erkrankung der Milz, Ringelflechte und Krätze eingesetzt. Zur äußeren Behandlung von Hautkrankheiten wird eine Paste aus den Wurzeln und Milch, Essig oder Salz sowie Wasser hergestellt Eine Tinktur aus der Wurzelrinde wird bei periodischen Erkrankungen, wie Malaria oder ständig wiederkehrendem Fieber verabreicht. Die Tinktur ist stark schweißtreibend.

Die Blätter sind beissend und ziehend. Sie eignen sich zur Behandlung von Krätze.

Chemische Bestandteile

Plumbagin, 3-chloroplumbagin, 3,3′-biplumbagin, Elliptinon, Chitranon, Zeylinon, Isozeylinon, Droseron,Plumbazeylanon, Naphthelenon, Isoshinanolon.

Pharmakologische Eigenschaften

In Bleiwurz enthaltenes Plumbagin zeigte pharmakologisch in Rattenversuchen eine stark tumorhemmende Wirkung. Direkt in den Tumor injiziert oder oral aufgenommen (2mg/Kg) hemmte es das Wachstum um bis zu 70 Prozent.

Weiterhin wurde eine fieberhemmende, appetitanregende, antibakteriell, fruchtbarkeitshemmend, blutgerinnungshemmend, leberschützend, ZNS beruhigend und zytotoxische Wirkung nachgewiesen.

Toxikologie

Die mittlere letale Dosis (LD50) eines 50%-igen Ethanol-Extrakts lag in Veruchen mit Mäusen bei 500mg je Kilo Körpergewicht.

Rezepturen

  • Chitrakadi vati
  • Chitraka-haritaki
  • Dashamoolarishta
  • Yakritaplihari lauha
  • Drakshasava
  • Lauhasava
  • Ashwagandharishta
  • Chitrakadi lauha
  • Chitrakadi ghrita
  • Chitrakadi taila

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Plumbago indica (Raktachitrak), wird oft statt Bleiwurz, Plumbago zeylanica, eingesetzt. Beide Pflanzen weisen sehr ähnliche Wirkungen auf.

Vermehrung und Kultivierung

Die Vermehrung von Bleiwurz erfolgt über Samen oder Stecklinge aus Seitentrieben.

Als Boden empfiehlt sich eine Mischung aus Lehm, Komposterde im Verhältnis 1:1. Dazu fügt man einen halben Teil Dünger wie Pferdemist und einen halben Teil Sand. Eine gute Drainage (beispielsweise Tonschicht am Boden) sollte in jedem Fall gegeben sein. Bleiwurz – Plumbago zeylanica – ist nicht winterhart und benötigt einen sonnigen Standort.

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