Currybaum – Murraya koenigii

Die Blätter des Currybaums sind sehr aromatisch und werden in Indien nicht nur als ausgezeichnetes Gewürz sondern auch als Heilmittel verwendet.

Synonyme

Bergora koenigi, Chalcas koenigii, Nimbo melioides

Familie

Der Currybaum, Murraya koenigii, ist eine Pflanze aus der Familie der Rutaceae (Rautengewächse).

Klassische Bezeichnungen

Surabhini-nimba, Kalasakah, Kaidaryah

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Curry-Leaf tree, Indian bay
  • Deu. – Currybaum, Curry-Orangenraute
  • Hindi – Mithanim, Katnim
  • Malayalam – Kariveppu, Karuveppu
  • Tamil – Kariveppilai, Katuveppu

Botanische Beschreibung

Der Currybaum ist ein bis zu sechs Meter hoher, aromatischer Baum mit dunkelgrauer Rinde. Seine Blätter erinnern an die Blätter des Neem. Sie sind unpaarig gefiedert mit 11 bis 31 Fiederblättchen. Die Fiederblättchen sind eiförmig, bis zu 5 cm lang und bis zu 2 cm breit und sehr aromatisch. Die Blüten sind weiß. Die Früchte sind reif dunkelviolett, eßbar, süß im Geschmack und enthalten zwei giftige Samen.

Currybaum

Currybaum

Verbreitung

Der Currybaum ist in den tropischen Regionen Indiens heimisch. In Südindien pflanzen viele Familien einen Currybaum im Umkreis um die frischen Blätter zum kochen zu verwenden.

Verwendete Teile

Verwendet werden die Wurzel, die Rinde und die Blätter des Currybaums.

Currybaum Indikationen und Wirkungen

Die Blätter des Currybaumes werden aufgrund ihres nussig aromatischen Geschmacks als Gewürz verwendet. Dazu werden ausschließlich frische Blätter verwendet. Getrocknete Blätter verlieren stark an Aroma. Die Blätter des Currybaums sollten nicht mit dem bei uns erhältlichen Currygewürz verwechselt werden. Curry ist meist eine Mischung aus Kurkuma, Koriander und Paprika. In ihm sind keine Curryblätter vorhanden. Geschmacklich ist es nicht zu vergleichen.

Wurzel, Rinde und Blätter des Currybaums sind bitter, astringent, kühlend, magenstärkend, einzellertötend, krampflösend, appetitanregend, verstopfend (Blätter), leicht abführend (Wurzel) verdauungsfördernd, pathogene Organismen tötend, fiebersenkend, antiseptisch, entzündungshemmend, stärkend und heilend bei Ruhr. Man verwendet sie bei Hyperdipsie, Juckreiz, Hautkrankheiten, Weißfleckenkrankheit, Magersucht, Würmern, Verdauungsstörung, Kolik, Erbrechen, Durchfall, Blähung, Diabetes und Entzündung.

Ein Dekokt aus den Blättern des Currybaums wird bei Fieber als Antipyretikum verabreicht. Ein Tee aus Rinde und Wurzel hilft bei Übelkeit. Die frischen Blätter werden bei Durchfall gekaut. Eine Mischung aus Curcuma longa und zerstossenen Curryblättern ist äußerlich aufgetragen hilfreich bei Hautproblemen, wie Ekzemen. Ein Presssaft aus der Wurzel ist bei Nierenleiden hilfreich.

In Indien beschreibt man den Geschmack der Curryblätter als süchtig machend. Auf die daraus resultierende Verwendung als Gewürz wurde bereits eingegangen.

Chemische Bestandteile

Carbazol Alkaloide, Scopolin.

Pharmakologische Eigenschaften

Für den Currybaum wurde pharmakologisch eine entzündungshemmende, magenstärkende, verstopfende, antidiabetische, antiseptisceh, antimykotische, insektentötende Wirkung nachgewiesen.

Studien

Antidiabetisch

Die Einbeziehung von Currybaumblättern in die Ernährung von Patienten mit Diabetes reduzierte den Blutzuckerspiegel signifikant.

Antimykotische Aktivität

Ein Dampfdestillat aus den Blättern von Murraya koenigii (Currybaum) zeigte in Studien antimykotische und insektizide Wirkung.

Entzündungshemmend

Ein Ethanolauszug aus der Rinde des Currybaums (Murraya koenigii) zeigte eine entzündungshemmende Wirkung bei Carrageenan-induzierten Entzündungen von Ratten.

Currybaum Vermehrung und Kultivierung

Die Vermehrung des Currybaums erfolgt über Samen und Stecklinge. Der Currybaum bevorzugt einen Standort mit hoher Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung. Von mir aus Indien mitgebrachte Currybäume erwiesen sich als vergleichsweise robust.

Bezugsquellen

Curryblätter kann man in vielen Asia-Läden in getrockneter Form kaufen. Wirklich zu empfehlen sind sie nicht, da der Geschmack kaum mit den frischen Blättern zu vergleichen ist. In einigen Großstädten bieten speziell auf indische Lebensmittel ausgerichtete Läden frische Currybaumblätter an. Alternativ bieten ausgesuchte Gärtnereien Currybäume< zu Kauf an.

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