Schwarzer Cardamom – Amomum subulatum

Die Fruchtschalen des schwarzern Cardamoms werden zur Behandlung von Kopfschmerzen und Stomatitis eingesetzt. Die Samen sind hilfreich bei starkem Durst, Übelkeit, Erbrechen, Husten und Erkrankung der Haut. Auf Herz und Leber wirken sie tonisierend.

Familie

Zingiberaceae (Ingwergewächse)

Klassische Bezeichnungen

Sthula-elaa, Sthoola, Sthoolaila, Bhadraa, Bhadrailaa, Bhadraila, Bahulaa, Bahula, Prithivikaa, Prithivika, Triputaa, Triputa, Truti, Chandrabala, Nishkuti.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Greater Cardamom, Nepal Cardamom, Black Cardamom
  • Deu. – Schwarzer Cardamom
  • Hindi – Badi elaichi, Purvi elaichi, Lal elaichi
  • Malayalam – Perelam
  • Marathi – Moti elechi
  • Tamil – Elam, Perelam, Peria Elam, Kattu Elam, Beraelam
  • Unani – Heel Kalaan, Qaaqule Kubaar
  • Arabisch – Qakilhahe-kibar, Qakule kubar

Botanische Beschreibung

Schwarzer Cardamom, Amomum subulatum, ist eine bis zu 2,5 Meter hohe, mehrjährige Staude mit begrünten Austrieben. Blütenstände und Austriebe entspringen direkt dem verzweigten Rhizom. Die dichten Blütenstände bestehen aus zahlreichen bis zu 4 cm großen, gelben Blüten. Die Blätter sind lanzettlich, lang und spitz zulaufend. Die Früchte sind 2,5 cm lang und dunkel rotbraun. Die Samen sind aromatisch.

Verbreitung

Schwarzer Cardamom ist in Nord-Bengalen (Norden Bangladeschs, Westbengalen) und Assam heimisch. Kultiviert wird er in Westbengalen, Sikkim, Assam und Himachal Pradesh.

Verwendete Teile

Verwendung finden die Samen.

Schwarzer Cardamom Indikationen und Wirkungen

Die Samen werden in der Ayurveda als scharf, bitter, aromatisch, wärmend, geruchtilgend, appetitanregend, windtreibend, verdauungsfördernd, magenstärkend, verstopfend, blutreinigend, wundheilend, beruhigend, herzstärkend, leberstärkend, schleimlösend, entwässernd, antipyretisch, schweißtreibend und hypnotisch beschrieben. Sie finden bei Mundgeruch, Anorexia, Kolik, Blähung, Verdauungsstörung, Übersäuerung, Erbrechen, Diarrhö, Durchfall, Erkrankung der Haut, Juckreiz, Wunden, Geschwüren, Zahnbeschwerden, Neuralgie, Herzschwäche,Husten, Bronchitis, Harnzwan, Fieber, Aftervorfall und Gonorrhö Verwendung.

Dosierung in der Ayurveda

Samenpulver: 1 – 3 g

Doshas

Shirisha reduziert Kapha, Pitta und Vata

Chemische Bestandteile

Chalcon, Cardamonin, Flavanon, Alpinetin, Petunidin-3-5 Diglycosid, Auron Glycosid, Subulin, Leucocyanidin Glycosid, Cineol, Bisabolen, Sabinen, Terpinen, Terpineol, Alpha-Pinen, ß-Pinen, Myrcen, Alpha-Terpinen, Limonen, P-Cymen, Alpha-Terpineol, Nerolidol.

Pharmakologische Eigenschaften

Ein 50%-tiger Ethanolextrakt des Rhizoms und der Wurzeln zeigt hypoglykämische Aktivität.

Rezepturen

  • Eladi churna
  • Eladi gutika
  • Anantadya ghrita

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Heracleum rigens wird oft als Fälschungsmittel für Amomum subulatum verwendet. Als Ersatzstoff dient Amomum dealbatum.

Vermehrung und Kultivierung

Für Schwarzen Cardamom sind Halbschatten, eine hohe Feuchtigkeit und mittlere Temperaturen essentiell. Temperaturen um den Gefrierpunkt wirken sich negativ auf das Wachstum aus. Schwarzer Cardomom bevorzugt humusreiche Erde mit guter Drainage. Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge (Rhizom) oder Samen. Durch Samen vermehrte Pflanzen entwickeln erst nach 5 Jahren Früchte. Vegetativ vermehrte Pflanzen bilden nach 3 Jahren Früchte.

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