Gokshura – Tribulus terrestris

Gokshura erhöht indirekt den Testosteronspiegel und wird als natürliches potenzsteigerndes Mittel verwendet.

Familie

Jochblattgewächse (Zygophyllaceae).

Klassische Bezeichnungen

Gokshura, Swadukantaka, Chanadruma, Vanashringata, Ikshugandhika, Kshuraka, Gokantaka, Gokshuraka, Palankasha, Shwadanshtra.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Puncture vine, Land caltrops
  • Deu. – Erdburzeldorn, Mäusedorn, Dreispitz
  • Hindi – Gokharu, Chhota gokhru
  • Malayalam – Nerinnil,Nerinjil
  • Marathi – Gokharu, Sarate, Sarala, Lahan gokhru
  • Tamil Nerinchi, Nerunjil, Nerinjil
  • Urdu – Khar-a-khasak khurd

Botanische Beschreibung

Gokshura, Tribulus terrestris, ist ein sich am Boden ausbreitendes, ein- bis zweijähriges Kraut, das Längen von um die 90 cm erreicht. Die Blätter sind paarig gefiedert, jeweils 5 bis 8 paarige kleine Blätter. Die Blüten sind gelb. Sie sind der Butterblume sehr ähnlich. Die Früchte sind kugelförmig und bestehen aus fünf Kerngehäusen.

Verbreitung

Gokshura ist in ganz Indien bis zu einer Höhe von 5000 Metern verbreitet.

Verwendete Teile

Alle Teile der Pflanze werden verwendet.

Gokshura Indikationen und Wirkungen

Die Früchte von Gokshura, Tribulus Terrestris, regen die Produktion des Hormons LH (hypophysäres luteinisierendes Hormon) an, das wiederum die körpereigene Produktion von Testosteron anregt. Dadurch wird der Testosteronspiegel erhöht und die Spermienproduktion erhöht. Gokshura ist aus diesem Grund ein geeignetes Mittel zur Potenzsteigerung. Aufgrund der Erhöhung des Testosteronspiegels, wird es von Bodybuildern zum Aufbau der Muskelmasse eingesetzt.

Gokshura wirkt stark entwässernd. Die Pflanze ist wirkungsvoller als Furosemid.

Früchte

Gokshura-Früchte sind kühlend, süß, entwässernd, erektionsfördernd, aphrodisierend, anabolisch, entkrampfend, appetitanregend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, schleimlösend, entzündungshemmend, beruhigend, herzstärkend, abführend, blutstillend und allgemein stärkend. Sie werden bei Harnzwang, Nierensteinen, Urolithiasis, Husten, Asthma, Erektionsstörung, Impotenz, Herzleiden, Blasenentzündung, Proteinurie und Entzündung eingesetzt.

Blätter

Gokshurablätter wirken entwässernd, astringent, aphrodisierend, blutreinigend und blutstillend. Sie werden bei Gonorrhoe, Bonjourtröpfchen (morgendliche Absonderung bei Gonorrhoe), Zahnfleischentzündung, Menorrhoe, Harnzwang, Hauterkrankungen, Wurmbefall und allgemeiner Schwäche verwendet.

Wurzel

Die Gokshura Wurzel ist magenstärkend und entwässernd. Sowohl die Gokshura Wurzel, als auch die Gokshura Früchte werden in der Ayurveda als herzstärkendes Mittel eingesetzt.

Samen

Die Gokshura Samen sind kühlend, astringent, stärkend, entwässernd, aphrodisierend, entzündungshemmend. Sie sind hilfreich bei Nasenbluten, Harnwegsbeschwerden, Blasensteinen und eiternder Entzündung der Mundschleimhaut.

Asche der ganzen Pflanze

Die Asche von Gokshura, Tribulus terrestris, wird bei rheumatischer Arthritis äußerlich aufgetragen.

Dosierung

Fruchtpulver: 3 – 6 g

Dekokt: 50 – 100 ml erstellt aus 20 – 30 g Gokshura

Chemische Bestandteile

Gokshura Blätter und Früchte enthalten: Diosgenin, Gitogenin, Chlorogenin, Ruscogenin, 25D-Spirosta-3,5-Dien, Rutin, Quercetin, Kaempferol, Kaempferol-3-Glucoside, Rutinosid, Tribulosid.

Samen: Harman, Harmin, Harmol.

Ein nicht näher spezifiziertes Saponin, das für die herzstärkende Wirkung verantwortlich gemacht wird. Es wirkt effektiv bei Angina Pectoris.

Pharmakologische Eigenschaften

Für Gokshura wurde pharmakologisch eine entwässernde, erektionsfördernde und aphrodisierende, hypotonische, hypoglykämische, ZNS-stimulierende, entkrampfende, schmerzlindernde, vasodepressorische, muskelentspannende, herzstärkende, antibakterielle, antimykotische, antimikrobielle Wirkung nachgewiesen.

Toxikologie

In Rattenversuchen wirkten die Samen von Gokshura – Tribulus terrestris – toxisch auf die Leber.

Studien

Steine

In einer Studie verabreichte man 14 Patienten mit Nierensteinen (Vrikkasmari) und 16 Patienten mit Ureteralsteinen (Gavini-asmari) eine Kombination aus Bergenia ligulata und Gokshura – Tribulus terrestris. Bei 75% der Patienten mit Gavini-asmari konnten keine Steine mehr nachgewiesen werden. Bei Vrikkasmari waren es 28,58%. Alle anderen Patienten zeigten zumindest eine teilweise Auflösung der Steine.

In einer anderen Studie verabreichte man 30 Patienten mit Steinen eine Mischung aus Tinospora cordifolia, Withania somnifera, Myristica fragrans, Eclipta alba, Bergenia ligulata, Asparagus racemosus und Gokshura – Tribulus terrestris. Die Steine lösten sich bei allen Patienten komplett auf und wurden als Kalziumkarbonat oder Kalziumoxalatkristalle über den Urin ausgeschieden. Beschwerden, die mit den Steinen in Zusammenhang standen, wurden ebenfalls beseitigt.

Funktionelle Sexualstörung

Eine Kombination aus Mucuna pruriens (Samen), Tinospora cordifolia (Stamm), Withania somnifera (Stamm), Glycyrrhiza glabra (Stamm), Myristica fragrans (Frucht) und Gokshura – Tribulus terrestris (Frucht) wurde 4 Wochen lang 56 Patienten mit funktioneller Sexualstörung in Form von 2 Tabletten verabreicht. Eine ausgezeichnete Verbesserung der Erektion, der Dauer des Geschlechtsaktes, der Ejakulationsmenge und der darauf folgenden Befriedigung wurde herausgestellt.

Herzbeschwerden

Eine Studie mit 406 Patienten wies nach, dass ein Saponin von Gokshura – Tribulus terrestris – die Koronararterie weitet.

Rezepturen

  • Sahacharadt taila
  • Dashamoola kvatha churna
  • Dashamoolakatutraya kvatha churna
  • Dashmoolapanchakoladi kvatha churna
  • Gokshuradi guggulu
  • Abhayarishta
  • Dashamoolarishta
  • Dashamoola kvatha
  • Dashamoola taila
  • Chyavanaprasha
  • Trikantakadi kvatha
  • Trikantaka ghrita
  • Drakshadi churna
  • Gokshuradi modaka
  • Gokshuradyavaleha
  • Amritaprasha ghrita
  • Indukanta ghrita
  • Brihadvarunadi kvatha

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Die Früchte von Pedalium murex werden ersatzweise unter der Bezeichnung Gokharu eingesetzt. Gokshura – Tribulus terrestris – wird oft mit den ähnlich aussehenden Früchten von Acanthospermum hispidum vermischt.

Vermehrung und Kultivierung

Gokshura – Tribulus terrestris – bevorzugt sandige Erde. Die Vermehrung erfolgt über Samen. Blüten und Samen werden das ganze Jahr über gebildet.

Bezugsquellen

Gokshura kann man in Kapsel- oder Tablettenform oder als Pulver kaufen.

Die Pflanze wird vereinzelt von Gärtnereien zum Kauf angeboten.

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