Sahachara – Barleria prionitis

Sahachara, Barleria prionitis, wird insbesondere zur Behandlung von neurologischen Beschwerden, wie Querschnittslähmung oder Ischiassyndrom eingesetzt.

Familie

Acanthaceae (Akanthusgewächse)

Klassische Bezeichnungen

Sahachara, Saireyaka, Kurantaka, Bhindi, Katasarika, Jhinti, Vajradanti, Koranta.

Landestypische Bezeichnungen

  • Hindi – Jhinti, Katasaraiya
  • Malayalam – Shemmuli
  • Marathi – Pivali Koranti
  • Tamil – Kattukana, Kambaram, Shemmuli

Botanische Beschreibung

Sahachara ist ein dorniger, kleiner Busch der Wuchshöhen von bis zu 1,5 m erreicht. Die Blätter sind elliptisch, an Blattstiel und Blattende spitz. Anhand der Farbe unterteilt man die Pflanze in weiße, rote, gelbe und blaue Varietät.

Verbreitung

Barleria prionitis ist im tropischen Teil Indiens heimisch. Besonders oft ist sie in Süd-Indien, Umgebung von Bombay und Madras anzutreffen. Darüber hinaus gibt es große Vorkommen auf Sri Lanka.

Verwendete Teile

Verwendeung finden alle Teile der Pflanze (Wurzel, Blätter, Rinde, Blüten).

Sahachara Indikationen und Wirkungen

Ein Dekokt aus der Pflanze verfügt über antiseptische Eigenschaften und wird bei neurologischen Beschwerden verwendet.

Wurzel

Die Wurzel dient als Antipyretikum. Als Paste verarbeitet, setzt man sie äußerlich zur Linderung von Zahnschmerzen und zur Behandlung von Schwellungen und Drüsenschwellungen ein.

Rinde

Die getrocknete Rinde ist hilfreich bei Keuchhusten. Ein Presssaft aus der frischen Rinde ist schweißtreibend und schleimlösend. Er ist hilfreich bei Hautwassersucht.

Blätter

Ein Presssaft aus den frischen Blättern vermischt mit etwas Honig oder Zucker und warmen Wasser wird Kindern bei Entzündung der Schleimhäute und Atmungsorgane, insbsondere wenn die Entzündung mit Fieber und Schleim einhergeht, verabreicht. Zur schnellen Besserung gibt man zwei mal täglich 2 Teelöffel. Die Lösung ist auch hilfreich bei Harnwegsinfektion und Magenbeschwerden.

Presssaft gemischt mit Kokusnussöl ist hilfreich bei der Behandlung von Pickeln.

Frische Blätter werden zerdrückt bei Wunden, rheumatischen Beschwerden und Juckreiz äußerlich aufgetragen.

Dosierung

Presssaft aus den Blättern: 10 – 20 ml

Dekokt: 50 – 100 ml

Chemische Bestandteile

Barlerin, Acetylbarlerin, Scutellarein-7-Neohesperidosid, Scutellarein-7-Rhamnosylglucosid.

Pharmakologische Eigenschaften

Entwässernd, hyperglykämisch, krampferzeugend, ZNS-beruhigend, unterkühlend, hypotonisch.

Toxikologie

Bei Rattenversuchen konnte bis zu einer Dosierung von 4g/kg keine Toxizität festgestellt werden.

Rezepturen

  • Amritadi kvatha
  • Rasnadi churna
  • Rasnadi kvatha
  • Aragvadhadi churna
  • Aragvadhadi kvatha
  • Sahachara kvatha
  • Sahachara ghrita
  • Sahachara taila
  • Sutika dashamoola

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

Ersatzweise werden Barleria cristata oder Barleria strigosa eingesetzt.

Vermehrung und Kultivierung

Die Vermehrung erfolgt über Samen.

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