Priyala – Buchanania lanzan

In Indien ist der Priyala, Buchanania lanzan, aufgrund seiner Früchte und Nüsse bekannt. Aus den Früchten werden Süßigkeiten hergestellt, die Samen dienen als Mandelersatz. Aus ihnen wird auch das begehrte Chirongi-Öl hergestellt. Darüber hinaus wird Buchanania lanzan in der Ayurveda zur Behandlung der verschiedensten Beschwerden eingesetzt.

Synonyme

Buchanania latifolia

Familie

Buchanania lanzan gehört zur Familie der Anacardiaceae (Sumachgewächse).

Klassische Bezeichnungen

Priyala, Bahulavalkala, Chara, Dhanushpata, Rajadana, Sannakadru, Tapaseshta.

Landestypische Bezeichnungen

  • Eng. – Almondette tree
  • Hindi – Piyar, Piyal, Chiraunji, Chironji, Acha
  • Malayalam – Mural, Priyalam, Munnapelu, Munga pera
  • Marathi – Charoli
  • Tamil – Murala, Morala, Mudaima

Botanische Beschreibung

Buchanania lanzan ist ein immergrüner, bis zu 15 Meter hoher Baum. Der Baum ist gut an seiner dunkelgrauen, krokodilartigen Rinde zu erkennen. An den jungen Ästen sitzen feine seidene Haare. Die Blätter sind breit, länglich und dick bis ledrig. Die grünlich weißen Blüten sitzen in einer Traube. Die Früchte sind schwarz, fleischig und enthalten genau einen Samen.

Verbreitung

Priyala findet man in den heissen und trockenen Gebieten Indiens bis zu einer Höhe von 1200 m.

Verwendete Teile

Verwendet werden Wurzel, Wurzelrinde, Blätter, Früchte und Harz.

Priyala Indikationen und Wirkungen

Wurzel

Die Wurzel ist ist adstringierend, kühlend, blutreinigend und verstopfend. Sie wird zur Behandlung von Hautkrankheiten, Diarrhö und Lepra eingesetzt.

Blätter

Die Blätter sind kühlend, verdauungsfördernd, schleimlösend, abführend, blutreinigend, aphrodisierend und allgemein stärkend. Sie sind hilfreich bei Husten, Bronchitis, Dyspepsie, Blähung, Verstopfung, Lepra, Hauterkrankungen und allgemeiner Schwäche. Ein Pulver aus getrockneten Blättern wird äußerlich bei Wunden eingesetzt.

Früchte

Die Früchte sind süß, sauer, kühlend, erweichend, blutreinigend, entzündungshemmend, herzstärkend, magenstärkend, abführend, entwässernd, schleimlösend, aphrodisierend, verjüngend, antipyretisch, nervenstärkend und allgemein stärkend. Sie sind hilfreich bei Herzschwäche, Lepra, Hauterkrankungen, chronischer Drüsenentzündung, Entzündung, Nervenschwäche, Durst, Harnzwang, Husten, Asthma, Fieber, Abmagerung, Geschwüren und allgemeiner Schwäche.

Harz

Das Harz wird bei Diarrhö und interkostalen Schmerzen eingesetzt.

Samen (ALMONDETTES)

Die Samen werden oft als Ersatz für Mandeln verwendet.

Chemische Bestandteile

Maleinsäure, Linolsäure, Myristinsäure, Ölsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure, Arachinsäure, Gallotannin, Triterpenoide, Saponine, Quercetin-7-O-Rhamnosid, Quercetin-3-O-Rhamnoglukosid, Cardol, Cardanol.

Rezepturen

  • Ashoka ghrita
  • Saubhagyashunthi paka
  • Rativallabhapuga paka
  • Kameshwara modaka

Vermehrung und Kultivierung

Die Vermehrung von Buchanania lanzan erfolgt über Wurzeltriebe oder Samen. Die Samen sind nicht sehr keimfreudig. Sie sollten vor der Aussaat 12 Stunden in kaltes Wasser gelegt werden.

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