Danti - Baliospermum montanum
- Details
- Created on Wednesday, 11 February 2009 11:41
Danti - Baliospermum montanum
Familie
Baliospermum montanumgehört zur Familie der Euphorbiaceae (Wolfsmilchgewächse), Unterfamilie Crotonoideae
Synonym: Baliospermum axillare
Klassische Bezeichnungen
Danti, Nikumbha, Udumbaraparni, Shighra, Erandaphala, Laghudanti, Vishalya, Shyenaghanta, Varahangi, Ghunapriya, Makoolaka, Pratyakashreni.
Landestypische Bezeichnungen
- Hindi - Danti, Choti danti, Tamba
- Malayalam - Nagandanti, Danti
- Marathi - Danti, Laghudanti, Dantra
- Tamil - Nagadanti, Niradimuttu
- Arabisch - Habbussala
Botanische Beschreibung
Danti ist ein kleiner Strauch der bis zu 2 m Wuchshöhe erreicht. Die oberen Blätter sind lanzettlich schmal. Die unteren Blätter sind groß und eiförmig.
Verbreitung
Danti - Baliospermum montanum - ist bis zu einer Höhe von 1000m in ganz Indien heimisch. Im Nord-Osten Indiens ist Danti jedoch kaum noch zu finden. In dieser Region zählt die Pflanze lokal zu den vom Aussterben bedrohten Arten.
Verwendete Teile
Verwendet werden die Wurzel, die Blätter und die Samen der Pflanze.
Indikationen und Wirkungen
Die Danti-Wurzel wirkt thermogenetisch, abführend, entzündungshemmend, beruhigend, verdauungsfördernd, wurmtreibend, entwässernd, schweißtreibend, antipyretisch und tonisch. Vereinzelt wird über Hautreizungen nach der Einnahme berichtet.
Die Wurzel wird bei Hautwassersucht, Wassersucht, Blähungen, Verstopfung, Gelbsucht, Hämorrhoiden, Hautkrankheiten, Lepra, Harndrang, Blasensteinen, Wunden, Blutarmut, Weißfleckenkrankheit und Fieber.
Die Blätter wirken abführend. Sie werden genauso wie die Wurzel bei Wassersucht eingesetzt. Darüber hinaus sind sie hilfreich bei Asthma und Bronchitis.
Die Samen wirken sehr stark abführend und können ebenfalls zu Hautreizungen führen. Überdosierung wirkt narkotisch. Sie werden eingesetzt zur Behandlung von Entzündungen und Blähungen.
Danti wird auch erfolgreich zur Behandlung von Unterleibskrebs eingesetzt. Der Milchsaft der Pflanze hilft äußerlich bei Glieder- und Gelenksschmerzen.
Chemische Bestandteile
Montanin, Baliospermin, 12-Deoxyphorbol-13-Palmitat, 12-deoxy-5ß-Hydroxyphorbol-13-Myristat, Axillarische Säure (Samen).
Pharmakologische Eigenschaften
Nachgewiesen ist eine antileukämische, antiasthmatische, hypotensive, abführende und krebshemmende Wirkung von Danti - Baliospermum montanum.
Toxikologie
Danti kann Hautreizungen hervorrufen. Eine Überdosierung der Samen stellt ein narkotisches Gift dar.
Rezepturen
- Dantyasava
- Yakritpleehari lauha
- Abhayarishta
- Kumaryasava
- Arshakuthara rasa
- Danti haritaki
- Chandraprabha vati
- Dantyarishta
- Dantyadi churna
Ersatzstoff und Fälschungsmittel
In den meisten Bezirken Indiens wird Danti - Baliospermum montanum - gemeinsam mit Croton tiglium und Jatropha curcas als Jamalgota bezeichnet. Die als Dantimul bezeichnete Wurzel von Danti - Baliospermum montanum - wird oft als Ersatz für Croton tiglium eingesetzt.
Vermehrung und Kultivierung
Die Pflanze bevorzugt einen schattigen Standort. Die Fortpflanzung erfolt über Wurzeltriebe.