Schwarzer Cardamom - Amomum subulatum - Sthula-elaa
- Details
- Created on Thursday, 12 March 2009 14:21
Schwarzer Cardamom - Amomum subulatum - Sthula-elaa
Familie
Zingiberaceae (Ingwergewächse)
Klassische Bezeichnungen
Sthula-elaa, Sthoola, Sthoolaila, Bhadraa, Bhadrailaa, Bhadraila, Bahulaa, Bahula, Prithivikaa, Prithivika, Triputaa, Triputa, Truti, Chandrabala, Nishkuti.
Landestypische Bezeichnungen
- Eng. - Greater Cardamom, Nepal Cardamom, Black Cardamom
- Deu. - Schwarzer Cardamom
- Hindi - Badi elaichi, Purvi elaichi, Lal elaichi
- Malayalam - Perelam
- Marathi - Moti elechi
- Tamil - Elam, Perelam, Peria Elam, Kattu Elam, Beraelam
- Unani - Heel Kalaan, Qaaqule Kubaar
- Arabisch - Qakilhahe-kibar, Qakule kubar
Botanische Beschreibung
Amomum subulatum ist eine bis zu 2,5 Meter hohe, mehrjährige Staude mit begrünten Austrieben. Blütenstände und Austriebe entspringen direkt dem verzweigten Rhizom. Die dichten Blütenstände bestehen aus zahlreichen bis zu 4 cm großen, gelben Blüten. Die Blätter sind lanzettlich, lang und spitz zulaufend. Die Früchte sind 2,5 cm lang und dunkel rotbraun. Die Samen sind aromatisch.

Verbreitung
Schwarzer Cardamom ist in Nord-Bengalen (Norden Bangladeschs, Westbengalen) und Assam heimisch. Kultiviert wird er in Westbengalen, Sikkim, Assam und Himachal Pradesh.
Verwendete Teile
Verwendung finden die Samen.
Indikationen und Wirkungen
Die Samen werden in der Ayurveda als scharf, bitter, aromatisch, wärmend, geruchtilgend, appetitanregend, windtreibend, verdauungsfördernd, magenstärkend, verstopfend, blutreinigend, wundheilend, beruhigend, herzstärkend, leberstärkend, schleimlösend, entwässernd, antipyretisch, schweißtreibend und hypnotisch beschrieben. Sie finden bei Mundgeruch, Anorexia, Kolik, Blähung, Verdauungsstörung, Übersäuerung, Erbrechen, Diarrhö, Durchfall, Erkrankung der Haut, Juckreiz, Wunden, Geschwüren, Zahnbeschwerden, Neuralgie, Herzschwäche,Husten, Bronchitis, Harnzwan, Fieber, Aftervorfall und Gonorrhö Verwendung.
Dosierung in der Ayurveda
Samenpulver: 1 - 3 g
Doshas
Shirisha reduziert Kapha, Pitta und Vata
Chemische Bestandteile
Chalcon, Cardamonin, Flavanon, Alpinetin, Petunidin-3-5 Diglycosid, Auron Glycosid, Subulin, Leucocyanidin Glycosid, Cineol, Bisabolen, Sabinen, Terpinen, Terpineol, Alpha-Pinen, ß-Pinen, Myrcen, Alpha-Terpinen, Limonen, P-Cymen, Alpha-Terpineol, Nerolidol.
Pharmakologische Eigenschaften
Ein 50%-tiger Ethanolextrakt des Rhizoms und der Wurzeln zeigt hypoglykämische Aktivität.
Rezepturen
- Eladi churna
- Eladi gutika
- Anantadya ghrita
Ersatzstoff und Fälschungsmittel
Heracleum rigens wird oft als Fälschungsmittel für Amomum subulatum verwendet. Als Ersatzstoff dient Amomum dealbatum.
Vermehrung und Kultivierung
Für Amomum subulatum sind Halbschatten, eine hohe Feuchtigkeit und mittlere Temperaturen essentiell. Temperaturen um den Gefrierpunkt wirken sich negativ auf das Wachstum aus. Schwarzer Cardomom bevorzugt humusreiche Erde mit guter Drainage. Die Vermehrung erfolgt über Stecklinge (Rhizom) oder Samen. Durch Samen vermehrte Pflanzen entwickeln erst nach 5 Jahren Früchte. Vegetativ vermehrte Pflanzen bilden nach 3 Jahren Früchte.